Sprung zum Inhalt


Echtes Mädesüß-Filipendula ulmaria Previous | Next >

Echtes Mädesüß - Filipendula ulmaria (L.) Maxim.


Englisch : Meadowsweet, queen of the meadows
Französisch: Reine des pres, ulmaire Echtes Mädesüß-Filipendula ulmaria

Synonyme dt.:
Echtes Mädesüß
Sumpf-Mädesüß
Wiesenkönigin
Rüsterstaude
Wiesengeißbart

Synonyme lat.:
Filipendula denudata (J.Presl & C.Presl) Fritsch
Filipendula megalocarpa Juz.
Filipendula ulmaria f. megalocarpa (Juz.) T.Shimizu
Filipendula ulmaria subsp. denudata (J.Presl & C.Presl) Hayek
Filipendula ulmaria subsp. megalocarpa (Juz.) I.A.Shantser
Filipendula ulmaria var. denudata (J.Presl & C.Presl) Maxim.
Filipendula ulmaria var. glaberrima (Beck) Beck
Filipendula ulmaria var. subdenudata (Fritsch) Schanzer
Filipendula ulmaria var. tomentosa (Cambess.) Maxim.
Spiraea contorta Stokes, nom. illegit.
Spiraea denudata J.Presl & C.Presl
Spiraea ulmaria L.
Spiraea ulmaria subsp. denudata (J.Presl & C.Presl) Schbler & G.Martens
Spiraea ulmaria var. concolor Neilr.
Spiraea ulmaria var. denudata (J.Presl & C.Presl) Cariot & St.-Lag.
Spiraea ulmaria var. glaberrima (Beck) Rouy & E.G.Camus
Spiraea ulmaria var. glabrescens Rouy & E.G.Camus
Spiraea ulmaria var. unicolor Rouy & E.G.Camus
Spiraea ulmaria var. viridis Desv.
Spiraea ulmaria var. viridis Wallr., nom. illegit.
Thecanisia ulmaria (L.) Raf. ex B.D.Jacks., comb. inval.
Ulmaria denudata (J.Presl & C.Presl) Opiz
Ulmaria glauca (Schultz) Fourr.
Ulmaria palustris var. denudata (J.Presl & C.Presl) Focke
Ulmaria pentapetala Gilib., nom. inval.
Ulmaria pentapetala var. denudata (J.Presl & C.Presl) Asch.
Ulmaria quinqueloba Baumg.
Ulmaria ulmaria (L.) Barnhart, nom. inval.
Ulmaria vulgaris Hill, nom. inval.


Stengel bzw. Stamm: 1-1,5 m m hohe Staude. Ihr kantiger, oberwärts ästiger Stengel ist reich mit wenigjochigen behaarten Blättern besetzt. Ihr kriechender, kettenähnlicher Wurzelstock ist aus einer Reihe von Trieben zusammengesetzt (Sympodium), die verschiedenen Generationen angehören.

Blüte: Die kleinen gelblichweißen Blüten duften sehr stark und sind zu vielstrahligen Trugdolden vereinigt. Blütezeit: Juni bis Juli.

Vorkommen: ist vorwiegend über Ostasien und Nordeuropa verbreitet. Sie wächst meist sehr gesellig im Röhricht und in Auengehölzen auf kalkreichen wie auf kalkarmen Böden. Trotz ihres immerhin feuchten Standortes besitzt die Pflanze mehrere xerophytische Merkmale: eine dicke Cuticula der Blattoberseite, Profilstellung der Blätter und eine periodische Behaarung derselben, d. h. die Sommerblätter sind sehr stark, die Frühlings- und Herbstblätter dagegen wenig behaart. Mit der Behaarung geht eine Veränderung im anatomischen Bau Hand in Hand.

Weitere Informationen, Nutzen: (Wichtiger Hinweis!)


Genussmittel, Nahrungsmittel
junge Blätter: zu Salat, als Tee
junge Sprossen: Gemüse in Notzeiten
Blüten: zu Salat, zu Süßspeisen, Speiseeis, Kräuterwein, Aroma für Getränke, Kräuterlimonade, als Bierwürze
Wurzeln: in geringer Menge zu Gemüse, Suppen


Das Kraut Filipendulae ulmariae herba wird zur Behandlung von Erkältungen verwendet.

Medizinisch:


Aktivität : Schmerzlindernd; Magensäuremittel Säureblocker; Antiaggregant; Antibakteriell; Kapillarwände stärkend; Anticarcinogenic; Anticomplement; Entzündungshemmend; Fiebersenkend; Anti-Rheumatisch; Antiseptisch; Krampflindernd; Blutverdünnend; Antitumor; Geschwürvorbeugend; Zusammenziehend; Bronchospastic; CNS Depressant; Deodorant; Reinigend; Schweißtreibend; Entwässernd; Elastase Inhibitor; Darmstärkend; Fibrinolytika; Blutung stillend; Immunomodulator; Mucoprotective; Muskelrelaxans; Beruhigend; Magenstärkend; Kräftigend, Stärkend; Harnwege desinfizierend; Harnsäureausscheidung fördernd; Gebärmutterkräftigend, Stärkend; Wundheilend. 

Indikation  : Akne; Schüttelfrost; Arthrose; Bauchwassersucht; Bakterien; Blasensteine; Blutungen; Blennorrhoe; Bronchitis; Prellungen u. Blutergüsse; Krebs; Aderschwäche; Herzkrankheiten; Katarrh; Cellulitis; Cervical Dysplasia; Gallenblasenentzündung; Erkältungen; Blutandrang; Prellungen u. Quetschungen; Husten; Krämpfe; Harnblasenentzündungen; Debilität; Dermatosen; Durchfall; Wassersucht; Menstruationsbeschwerden; Verdauungsstörungen; Atemnot; Ekzeme u. Neurodermitis; Ödeme; Darmentzündungen; Epilepsie; Fieber; Grippe; Magenerkrankungen; Gastroesophageal Reflux Disease; Gicht; Grieß in Blase oder Niere; Mundgeruch; Kopfschmerzen; Herzprobleme; Herzentzündungen; Hämatome; Hepatose; Heiserkeit; Übersäuerung; Infektion; Entzündung; Schlafstörungen; Nierensteine; Ausfluss; Melancholie; Verstärkte Regelblutungen; Schleimhautentzündungen; Muskelschmerzen; Psychosen; Nervosität und Unruhe; Nervenschmerzen; Altersgebrechen; Dolor; Phlegm; Nachgeburtliche Probleme; Venenentzündungen; Pyelosis; Ausfluss; Rheumatismus; Nebenhöhlenentzündungen; Halsentzündungen; Verstauchungen; Bauchschmerzen oder Leibschmerzen; Steine; Zerrungen; Strangurie; Geschwülste; Bandwürmer; Thrombosen; Zahnschmerzen; Tumor; Magengeschwüre und Darmgeschwüre, peptic prevent and treat; Vaginose; Schwindel u. Gleichgewichtsstörungen; Wassereinlagerungen; Würmer. 

Dosierung : 
1–2 Teelöffel Blüten in Tee mehrmals ×/Tag; 
1 Teelöffel Blüten/Tasse, 1–2  Tassen morgens; 
2,5–3.5 g Blüten; 
2–4 ml flüssiger Blüten Extrakt; 
4–5 g Kraut; 
4–6 g Kraut, oder in Tee, 3 ×/Tag; 
1,5–6 ml flüssiger Kraut Extrakt 1:1 in 25% Alkohol 3 ×/Tag;
2–4 ml Kraut Tinktur 1:5 in 45% Alkohol 3 ×/Tag. 

In der Homöopathie: bis dil. D 1.

Gegenindikation, Nebenwirkungen und Seiteneffekte  : 
Nicht bei Überempfindlichkeit gegen Salicylate. Eine Überdosierung kann zu Magenschmerzen und Übelkeit führen.
Da kaum Daten vorliegen, während der Stillzeit und Schwangerschaft meiden.
Nicht zusammen mit Aspirin oder bei Salicylat-Allergie. 
Möglichst nicht bei Asthma, Diabetes, Gicht, Hämophilie, Hepatose, Hypothrombinemia, Psychosen und Magengeschwüren.
Alkohol, Barbiturate und Beruhigungsmittel können die Salicylat-Toxizität verstärken. 
Es gibt Wechselwirkung mit oralen Antikoagulanzien, Methotrexat, Metoclopramid, Phenytoin,
Pronebecid, Spironolacton und Valproat, weshalb man es bei Einnahme nicht nutzen sollte.
Nicht in Stillzeit.
Extrakte sind bakteriostatisch und verlängern die Lebenserwartung von Mäusen.

Review It Rate It Bookmark It

Speisewert:

Medizinisch

1 Bild(er) für diese Pflanze

Filipendula ulmaria


© Kari Pihlaviita @ Helsinki

Abmessungen:



Frucht Größe:



Samen Größe:

Wuchsform

Gehölze, Bäume excl. Halbsträucher
Krautige Pflanzen, Halbsträucher
Kletterpflanzen, Lianen
Stacheln an Stamm oder Blatt

Blütezeit

Pflanze Jährigkeit

Haare

Haare drüsig, warzig
Haare Sternzellig, auch 2-armig, verzweigt oder federig
Haare Sternzellig (nicht 2-armig, verzweigt oder federig)
Haare federig, aber nicht drüsig
Haare schildförmig oder schuppig

Blätter

Blätter gegenständig oder wirtelig (quirlig)
Blätter wechselständig (exkl. Zweizeilig bei Einkeimblättriten)
Blätter schildförmig
Blätter einfach, ungeteilt
Blätter mehrteilig, verzweigt, kompliziert
Blätter gefiedert (4 oder mehr Blätter)
Blätter 3-teilig
Blätter handförmig (4 oder mehr Teile)
Geadert, gefiedert oder kaum sichtbar in Blätter oder Teile geteilt
Aderung handförmig in Blätter oder Blatteile
Blattränder ohne Lappen, Zähne, Teile
Blätter oder Blatteile gelappt oder geteilt
Bltter oder Blatteile gezahnt, gesägt, gekerbt, usw.
Epidermid des Blattes papillös (nur Zweikeimblättrige)
Nebenblätter fehlen
Nebenblätter vorhanden (auch, wenn nur noch Narben zu sehen sind)

Blütenstand

Blüte einzeln
Blütenstand eine Rispe, einfach und monopodial
Blütenstand eine Spitze, einfach und monopodial
Blutenstand eine Doldentraube, einfach und monopodial
Blütenstand eine Dolde, einfach und monopodial
Blütenstand ein Büschel, einfach und monopodial
Blütenstand ein Kopf, einfach und monopodial
Blütenstand verbunden, sympodial oder monopodial (Rispe, Thyrsos etc.)

Blüten

bisexuell
unisexual
actinomorph bzw. Sternförmig, Radialsymetrisch, Radförmig usw.
zygomorph, dorsiventral oder monosymmetrisch oder unregelmässig
Blütenboden vergrössert, vereint mit Fruchtknoten, diesen ganz oder teilweise bedeckend
Blütenboden vergrössert, ganz oder teilweise frei vom Fruchtknoten
Blütenboden vergrössert, konisch oder kalbkugelförmig (oberständiger Fruchtknoten)
Staubgefässe vorhanden (Ringförmig oder Drüsen)
Keine Staubgefässe
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 3
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 4
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 5
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 6
Blütenhülle (Perianth) Segmente:> 6
Blütenhülle besteht aus ähnlichen Segmenten
Blütenhülle von Kelch und Krone
Kelchblätter 3
Kelchblätter 4
Kelchblätter 5
Kelchblätter mehr als 5
Kelchblätter untereinander frei
Kelchblätter schuppig oder verzerrt
Blütenblätter 0 (inkl. Einem becherartigen Blütenkrone ohne Blätter)
Blütenblätter 3
Blütenblätter 4
Blütenblätter 5
Blütenblätter 6
Blütenblätter 7
Blütenblätter 8
Blütenblätter 9
Blütenblätter 10
Blütenblätter mehr als 10
Blütenblätter alle frei voneinander
Blütenblätter schuppig
Blütenblätter verzerrten
Staubbeutel 1, fruchtbar
Staubbeutel 2, fruchtbar
Staubbeutel 4, fruchtbar
Staubbeutel 5, fruchtbar
Staubbeutel 8, fruchtbar
Staubbeutel 10, fruchtbar
Staubbeutel mehr als 10, fruchtbar
Staubbäutel dorsal oder herzförmig fixiert
Staubbäutel an der Basis fixiert
Staubbäutel nach Innen gerichtet
Staubbäutel nach Aussen gerichtet
Staubbäutel länsschlitzig öffnend
Staubbäutel durch die Spitze öffnend
Staubblätter frei von Krone
Staubfäden nicht verwachsen
Staubfäden verwachsen - EIn Rohr oder ein Bündel
Sterile Staubblätter vorhanden (nur bei männlichen oder pferfekten Blüten)
Mehr als 1 Stiel, frei (Fruchtblätter verwachsen)
Stiel 1, oder: Stiele mehr oder weniger verwachsen (Fruchtblätter frei oder verwachsen)
Stempel gynobase entspringend
Fruchtblatt 1
Fruchtblätter 2 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 3 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 4 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 5 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter mehr als 5 (frei oder vereinigt)
Fruchknoten 1-kammerig
Fruchknoten 2-kammerig
Fruchknoten 3-kammerig
Fruchknoten 4-kammerig
Fruchknoten 5-kammerig
1 Samen pro Fruchtkammer
2 Samen pro Fruchtkammer
Mehr als 2 Samen pro Fruchtkammer
Fruchtblätter frei von einander oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen zentral, Fruchtblätter verwachsen
Samenanlagen mittig befestigt, oder bauchseits, wenn Fruchtblätter frei oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen an der Spitze des Fruchtknotens befestigt
Samenanlagen an der Basis des Fruchtknotens befestigt

Früchte

Frucht ist eine Kapsel (inkl. Hülse, Schote, Balgen)
Frucht ist eine Nuss (inkl. Schließfrucht, Spaltfrucht usw.)
Frucht ist fleischig (Beeren, Steinfrüchte, Kernobst)
Frucht hat 1 Samen
Frucht hat 2 Samen
Frucht hat mehr als 2 Samen
Frucht mit Flügeln
Frucht mit Haaren zur Windverbreitung
Frucht mit rückgebogenen Stacheln, hakenförmige oder widerhakenförmige Haare
Frucht mit Stacheln und Haken
Samen mit Flügeln
Keim gerade
Samen ohne Nährgewebe
Samen mit Nährgewebe

Verbreitung

Afrika
Asien
Australien und Ozeanien
Europa
Nordamerika
Südamerika