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Gemeiner Sauerklee-Oxalis acetosella Previous | Next >

Gemeiner Sauerklee - Oxalis acetosella L.



Englisch: European wood-sorrel, Irish shamrock, shamrock, trefoil, wood-sorrel
Portugiesisch: azedinha, oxálida-azeda, oxális-azeda
Spanisch: ecederilla
Französisch: Pain de coucou, surelle, oseille, oseille de bücheron ou de Päques, alleluja Gemeiner Sauerklee-Oxalis acetosella

Synonyme dt.:
Alleluja
Buchampfer
Gemeiner Sauerklee
Hasenklee
Herrgottssuppe
Holzklee
Käse-und-Brot
Wald-Sauerklee
Waldklee
Waldsauerklee
Weißer Sauerklee


Blatt: Laubblätter dreizählig, mit mit umgekehrt-herzförmigen Abschnitten.

Stengel bzw. Stamm: Ein oberirdischer Stengel ist nicht vorhanden. — Wurzelstock kriechend, durch fleischige Schuppenblättchen gezähnt. Höhe 8 bis 15 cm.

Blüte: Blütenstiele etwas über ihrer Mitte mit 2 Deckblättchen, einblütig. Blumenkrone weiss oder rötlichweiss, purpur-geadert, mit einem gelben Fleck am Grunde. Kleistogame, blumenkronenlose Blüten, die einer Blumenknospe ähnlich sehen, sich nicht öffnen, sind im Sommer nicht selten. Blütezeit April, Mai.

Vorkommen: In schattigen, feuchten Wäldern. Heimat: Eurasien, Nordamerika und Nordafrika. Bevorzugt feuchte, schattige und humöse Standorte auf Kalk sowie auf Urgestein. Er ist eine Leitpflanze fur Übergangsmoore und kommt niemals auf Hochmooren vor. Die zarten, dünnen Laubblätter gedeihen noch bei 1/10 des vollen Tageslichtes, während sie bei starker Besonnung infolge Zerstörung des Blattgrüns zugrunde gehen. Eine weitere Anpassung an das Waldleben sind seine kontraktilen Wurzeln, die ein Überdecktwerden durch Laub und überwachsende Moose verhindern.

Geschmack: säuerlich

Weitere Informationen, Nutzen: (Wichtiger Hinweis!)


Genussmittel, Nahrungsmittel
Blätter, Kraut: Sparsam als Gewürz an Suppen, Soßen, Salaten
Saft: getrocknet als Gewürz/Würze, als Frischsaft
Blüten: essbare Dekoration, Salat
Wurzeln: abgekocht mit verworfenem Kochwasser als Gemüse


Mit Zucker eingelegt werden die Blätter in manchen Gegenden für den Winter als Gewürz aufbewahrt, während die Wurzeln mit Zucker gekocht als abführendes Mittel gute Dienste leisten sollen; ferner werden sie auf Wunden
gelegt. Auch wurde aus einem Gemisch von Zucker und zerriebenen frischen Sauerkleeblättern eine erfrischende Limonade bereitet, die auch antipyretisch, diuretisch und antiskorbutisch gewirkt haben soll. In großen Mengen wirkt der
Sauerklee auch auf das weidende Vieh giftig, es treten Gastroenteritiden auf.

Medizinisch:


Aktivität : Gegenmittel bei Arsen-Vergiftungen; Gegenmittel bei Quecksilber-Vergiftungen; Fiebersenkend; Anti-Skorbutmittel; Antiseptisch; Aphrodisiakum; Zusammenziehend; Herzmittel; Reinigend; Entwässernd; Menstrautionsfördernd; Schleimlösend, Hustenlöser; Blutung stillend; Giftig; Wurmmittel.

Indikation  : Arteriosklerose; Blutungen; Sucht; Krebs; Brustkrebs; Lippenkrebs; Leberkrebs; Mundkrebs; Milzkrebs; Magenkrebs; Katarrh; Harnblasenentzündungen; Verdauungsstörungen; Harnstrenge; Fieber; Fisteln; Magenerkrankungen; Zahnfleischentzündungen; Gonorrhoe; Herzentzündungen; Hämorriden; Hepatose; Gewebeverhärtung; Entzündungen; Gelbsucht; Psychosen; Hodenentzündung; Mandelentzündung; Sklerose; Halsdrüsengeschwulst; Skorbut; Schmerzen; Halsentzündungen; Spermatorrhoe Splenose; Geschwülste; Durst; Harnröhrenentzündung; Wassereinlagerungen; Würmer; Wunden. 

Dosierung : 
3x täglich 1,5 g Kraut
In der Homöopathie: dil. D 2—3.

Saft in der Sonne eindampen, Rotklee-Saft und Blätter hinzufügen, eindicken mit weißer Eichenasche, äußere Anwendung auf Krebsarten, insbesondere Brustkrebs.

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Speisewert:

Essbar, Nahrung

1 Bild(er) für diese Pflanze

Oxalis acetosella


© Kari Pihlaviita @ Helsinki

Abmessungen:



Frucht Größe:



Samen Größe:

Wuchsform

Krautige Pflanzen, Halbsträucher
Kladodien oder Phyllokladodien (verdickte, modifizierte Äste, Blattstiele)

Blütezeit

Blütezeit April - 04
Blütezeit Mai - 05

Pflanze Jährigkeit

Mehrjährig

Haare

Haare drüsig, warzig
Haare versikulär oder blasig

Blätter

Blätter wechselständig (exkl. Zweizeilig bei Einkeimblättriten)
Blätter einfach, ungeteilt
Blätter mehrteilig, verzweigt, kompliziert
Blätter gefiedert (4 oder mehr Blätter)
Blätter 3-teilig
Blätter handförmig (4 oder mehr Teile)
Geadert, gefiedert oder kaum sichtbar in Blätter oder Teile geteilt
Blattränder ohne Lappen, Zähne, Teile
Blätter oder Blatteile gelappt oder geteilt
Epidermid des Blattes papillös (nur Zweikeimblättrige)
Nebenblätter fehlen
Nebenblätter vorhanden (auch, wenn nur noch Narben zu sehen sind)

Blütenstand

Blüte einzeln
Blütenstand eine Rispe, einfach und monopodial
Blütenstand eine Dolde, einfach und monopodial
Blütenstand einfach und sympodial (Zyme, Wickel, Verzweigt)

Blüten

bisexuell
actinomorph bzw. Sternförmig, Radialsymetrisch, Radförmig usw.
Blütenboden klein, (oberständiger Fruchtknoten)
Keine Staubgefässe
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 5
Blütenhülle (Perianth) Segmente:> 6
Blütenhülle besteht aus ähnlichen Segmenten
Blütenhülle von Kelch und Krone
Kelchblätter 5
Kelchblätter untereinander frei
Kelchblätter verwachsen (mindestens 2)
Kelchblätter schuppig oder verzerrt
Blütenblätter 0 (inkl. Einem becherartigen Blütenkrone ohne Blätter)
Blütenblätter 5
Blütenblätter alle frei voneinander
Blütenblätter verwachsen (mindestens 2)
Blütenblätter schuppig
Blütenblätter verzerrten
Staubbeutel 10, fruchtbar
Blüte obidiplostemonous, doppelt so viel Staubblätter als Blütenblätter
Staubbäutel dorsal oder herzförmig fixiert
Staubbäutel nach Innen gerichtet
Staubbäutel länsschlitzig öffnend
Staubblätter frei von Krone
Staubfäden nicht verwachsen
Staubfäden verwachsen - EIn Rohr oder ein Bündel
Mehr als 1 Stiel, frei (Fruchtblätter verwachsen)
Stiel 1, oder: Stiele mehr oder weniger verwachsen (Fruchtblätter frei oder verwachsen)
Fruchtblätter 5 (frei oder vereinigt)
Fruchknoten 1-kammerig
Fruchknoten 5-kammerig
1 Samen pro Fruchtkammer
2 Samen pro Fruchtkammer
Mehr als 2 Samen pro Fruchtkammer
Fruchtblätter frei von einander oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen zentral, Fruchtblätter verwachsen
Samenanlagen mittig befestigt, oder bauchseits, wenn Fruchtblätter frei oder 1 Fruchtblatt

Früchte

Frucht ist eine Kapsel (inkl. Hülse, Schote, Balgen)
Frucht hat mehr als 2 Samen
Samenmantel oder mantelähnliche Organe vorhanden
Keim gerade
Samen mit Nährgewebe

Verbreitung

Afrika
Asien
Australien und Ozeanien
Europa
Nordamerika
Südamerika