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Wiesen-Bärenklau-Heracleum sphondylium Previous

Wiesen-Bärenklau - Heracleum sphondylium L.



Englisch: common cow parsnip, cow parsnip, European cow parsnip, hogweed
Portugiesisch: heracleum
Französisch: Fausse branc-ursine, berce, corne de chevre, patte de loup, patte d'ours Wiesen-Bärenklau-Heracleum sphondylium

Synonyme dt.:
Bartsch
Gemeines Heilkraut
Gemeine Bärenklau
Scherlig
Unechter Bärenklau
Wiesenbärenklau
Wiesen-Bärenklau
Wiesenbärenklau


Blatt: Blätter, wenigstens die unteren, fiederteilig. Blätter dreischnittig oder zwei- bis dreipaarig-fiederschnittig. Blattscheiden aufgeblasen. Hülle fehlend oder ein- bis sechsblätterig, Hüllchen vielblätteriff.

Stengel bzw. Stamm: Zweijährige Pflanze, Fugenfläche mit 2 bis etwa zur Mitte herablaufenden Striemen. Stengel gefurcht, röhrig, steifhaarig, wie die ganze Pflanze. Der röhrige, kantig gefurchte Stengel ist mit meist rückwärts gerichteten Borstenhaaren besetzt und führt im Frühjahr einen scharfen gelblichen Saft mit schwachem Möhrengeruch. Höhe 60 bis 150 cm.

Blüte: Fruchtknoten kurz-behaart oder fast kahl; Früchte meist ganz kahl. Blumenkrone weiss, Dolden strahlend; seltener Krone grünlich, gelblich oder rötlich oder nicht strahlend. Blüten alle zwitterig. Blütezeit Juli bis Herbst.

Vorkommen: besonders in Fettwiesen, feuchten Waldlichtungen, an Deichen und Wegrändern anzutreffen. Die nitrophile Pflanze (Ruderalpflanze) wird durch kräftige Kaliphosphatdüngung vernichtet. Heimat: Eurasien


Hinweise, Infos, Verwechslungsmöglichkeiten:
Nach Berührung der Pflanze können unangenehme Rötungen und Schwellungen der Haut auftreten („Wiesen-Dermatitis“). Sie werden durch die lichtempfindlich machenden Furocumarine verursacht.

Weitere Informationen, Nutzen: (Wichtiger Hinweis!)


Im Osten wird der Bärenklau von den Litauern und Polen schon seit langem zur Herstellung von einer Art Bier benutzt. Er kann auch als natürlicher Wespenfänger bezeichnet werden, denn sein Blütenhonig berauscht die Wespen so stark, daß sie kaum noch fliegen können und meist zur Erde fallen, wenn man sie von der Blüte entfernt.

Genussmittel, Nahrungsmittel
Junge Blätter sind ein gutes Viehfutter. Gekocht zu alkoholischem Getränk vergoren.
Ist jung ungiftig. Junge Blätter und Sprosse werden daher als Wildgemüse genutzt. Bei größeren Exemplaren kann der Stiel geschält und roh gegessen oder zu Kompott bzw. Gemüse verarbeitet werden. 
Blütenknospen: zu Salat, Brotbelag, Kräuterquark usw.
Wurzel: frisch als Würze/Gewürz, Gemüse

Empfindliche Personen sollten beim Schälen der haarigen, stacheligen Stängel Handschuhe tragen, um Hautreizungen zu vermeiden.

Medizinisch:

Aktivität : Allergieerreger; Anthelminthikum; Antiseptisch; Reinigend; Menstrautionsfördernd; Schleimlösend, Hustenlöser; abführend; Erbgutverändernd; Phototoxisch; Giftig; Krampfauslösend; Kräftigend, Stärkend. 

Indikation  : Arthrose; Asthma; Bakterien; Rückenschmerzen; Beulen Vereiterungen und Furunkel; Prellungen u. Blutergüsse; Knochenkallus u. Muskelschwielen; Krebs; Brustkrebs; Leberkrebs; Milzkrebs; Katarrh; Schanker; Cholera; Erkältungen; Kolik; Zuckungen; Hornaugen; Husten; Krämpfe; Schuppen; Dermatosen; Diabetes; Durchfall; Verdauungsstörungen; Atemnot; Darmentzündungen; Epilepsie; Grippe; Blähungen; Magenerkrankungen; Graue Haare; Kopfschmerzen; Hip; HIV; Heiserkeit; Hysterie; Gewebeverhärtung; Gelbsucht; Leukämie; Muskelschmerzen; Nervenschmerzen; Nervenschwäche; Augenentzündungen; Hörprobleme; Dolor; Parotitis; Penis; Schuppenflechte; Venenentzündungen; Rheumatismus; Sklerose; Talgfluss; Pocken; Schmerzen; Halsschmerzen; Splenose; Geschwülste; Ohnmachtsanfälle; Syphilis; Zahnschmerzen; Tuberkulose; Tumor; Vitiligo; Warzen; Würmer; Wunden.

Dosierung : 
Gemahlene Wurzel 1 Teelöffel/Tag als Langzeitmittel gegen Epilepsie; 
2 g Flüssigextrakt; 
30 Tropfen Tinktur gegen Husten, 
3 Teelöffel Kraut/2 Glas warmes Wasser, eingeweicht für 8 Stunden, über den Tag verteilt getrunken. 

In der Homöopathie: bis dil. D 1.

Gegenindikation, Nebenwirkungen und Seiteneffekte  : 
Wie viele Doldenblütler kann es zu schweren phototoxischen Reaktionen, verbunden mit Blasenbildung und Hautpeeling kommen.
Vermeiden Sie Sonneneinstrahlung, UV-Licht, Solarien und während der Verabreichung.
Wurzel enthält Psorale, die in der Behandlung von Psoriasis, Leukämie und AIDS positive Wirkungen zeigen können.

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Speisewert:

Essbar, Nahrung

4 Bild(er) für diese Pflanze

Heracleum sphondylium


© José María Escolano @ flickr.com

Heracleum sphondylium


© José María Escolano @ flickr.com

Heracleum sphondylium


© José María Escolano @ flickr.com

Heracleum sphondylium


© José María Escolano @ flickr.com

Abmessungen:

Pflanze Höhe : 60.00 ... 150.00 cm x

Frucht Größe:



Samen Größe:

Wuchsform

Krautige Pflanzen, Halbsträucher

Blütezeit

Blütezeit Juli - 07
Blütezeit August - 08
Blütezeit September - 09
Blütezeit Oktober - 10

Pflanze Jährigkeit

Mehrjährig

Haare

Blätter

Blütenstand

Blüten

Früchte

Verbreitung

Asien
Europa
Nordamerika