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Gewöhnliche Nachtkerze-Oenothera biennis Previous | Next >

Gewöhnliche Nachtkerze - Oenothera biennis L.



Englisch: evening primrose, German rampion, weedy evening-primrose
Portugiesisch: minuana
Französisch: Onagre, herbe aux änes, jambon des jardiniers Gewöhnliche Nachtkerze-Oenothera biennis

Synonyme dt.:
Gemeine Nachtkerze
Gewöhnliche Nachtkerze
Nachtröschen
Gelbe Rapunzel
Rapontika
Nachtschlüsselblume
Weinblume
Weinkraut

Synonyme lat.:
Oenothera biennis subsp. caeciarum Munz
Oenothera biennis subsp. centralis Munz
Oenothera biennis var. pycnocarpa (Atkinson & Bartlett) Wieg.
Oenothera muricata L.
Oenothera pycnocarpa Atkinson & Bartlett


Blatt: Blätter der im ersten Jahre sich bildenden Blattrosette länglich-umgekehrt- eiförmig, stumpf, mit weichem Spitzchen. Blätter geschweift -gezähnelt.

Stengel bzw. Stamm: zweijährige Pflanze, die im ersten Jahre aus einer fleischigen, eßbaren Pfahlwurzel (Rapontika) eine Blattrosette treibt, die aus länglichen, verkehrt-eiförmigen Blättern besteht. Im 2, Jahre wächst ein aufrechter, höchstens im oberen Teile ästiger Stengel bis zu 1 m Höhe. Er ist dicht beblättert mit wechselständigen, kurzgestielten, meist länglich-lanzettlichen Blättern mit gezähneltem Rande. An seinem oberen Ende trägt er eine später verlängerte, reichblütige Traube großer, wohlriechender, hell goldgelber Blüten.

Blüte: Auf dem unterständigen Fruchtknoten sitzt eine lange Kelchröhre, die bis 15 cm lang werden kann, mit langen, schmalen, zurückgeschlagenen Kelchzipfeln. Die vier Kronenblätter sind rundlich-verkehrteiförmig. Die acht Staubgefäße sind etwas kürzer als die Kronenblätter. Blütezeit Juni bis August. Wohlriechend, vorstäubend. Bemerkenswert sind die blütenbiologischen Einrichtungen: Die Blüten öffnen sich gegen 18 Uhr. Dabei öffnen sich auch die Staubbeutel, während die Narbe noch geschlossen bleibt. Am Tage schließen sich die Blüten mehr oder weniger vollkommen, um sich erst in der zweiten Nacht wieder zu öffnen. Jetzt sind die Staubbeutel verwelkt und die vier Narbenlappen spreizen auseinander. Langrüsselige Abend- und Nachtschmetterlinge sind die Bestäuber.

Frucht bzw. Samen: Die Frucht ist eine aufrechte Kapsel, die von der Spitze her aufspringt.

Vorkommen: Aus Nordamerika, im 17. Jh. eingeschleppt. Jetzt ist die Pflanze auch in Europa an Wegen und Ufern, auf Dämmen, Sandfeldern und wüsten Plätzen gesellig und meist nicht selten anzutreffen.

Weitere Informationen, Nutzen: (Wichtiger Hinweis!)


Gelangte 1614 nach Europa, wo sie als Zierpflanze, aber auch als Küchengewächs bald größere Verbreitung fand.

Genussmittel, Nahrungsmittel
Wurde zuweilen als Rapontica (Rübenrapunzel) angebaut, da die Wurzel durch Kultur fleischig und zuckerreich wird.
Verwendung als Gemüse oder mit Essig und Öl als Salat (Schinkensalat).
Das Aroma der Rüben erinnert an Schwarzwurzeln.
Samen: Öl
Blätter: Gemüse
Stängel: Gemüse
Früchte: unreif zu Gemüse
Wurzel: Gemüse, Salat,
Blüten: kandiert als Süßigkeit, Salat


Medizinisch:

Aktivität : Antiaging; Antiaggregant; Antiallergisch; Antiatherosklerotisch; Entzündungshemmend; Blutverdünnend; Antitumor; Zusammenziehend; Reizlindernd; Reinigend; Cholesterinspiegelsenkend; Blutdruck senkend; Tränenreizend; Mangel an essentiellen Fettsäuren; Beruhigend; Gefäßerweiternd.

Indikation  : ; Alkoholismus; Allergie; Haarausfall; Alzheimer; Angst u. Beklemmung; Arthrose; Asthma; Arteriosklerose; Beulen Vereiterungen und Furunkel; Prellungen u. Blutergüsse; Krebs; Herzkrankheiten; Cholera; Entzündliche Darmerkrankungen; ; Debilität; Demenz; Dermatosen; Mundfäule; Diabetes; Durchfall; Menstruationsbeschwerden; Verdauungsstörungen; Dyskinesie; Ekzeme u. Neurodermitis; Mundfäule; Endometriosis; Darmentzündungen; Erythema; Fibrocystosis; Magenerkrankungen; Hämorriden; Hepatose; Bluthochdruck; Hohe Colesterolwerte; Hitzewallungen; Hyperaktivität; Hypercholesterinämie; Hyperkinesis; Hyperlipidämie; Unfruchtbarkeit; Entzündung; Schlafstörungen; Ekzeme Krätze und Juckreiz;; Laziness; Brustknoten; Menstruationsströungen; Migräne; Multiple Sklerose; Myosis; Psychosen; Nervosität und Unruhe; NeuroDermatosen; Neuropathie, diabetic; Benommenheit; Fettleibigkeit; Osteoporosis; Dolor; Keuchhusten; prämenstruelles Syndrom; Prostataentzündung; Schuppenflechte; Raynaud-Syndrom; Rheumatismus; Restless Legs; Sjögren-Syndrom; Stress; Schlaganfall; Geschwülste; Syndrom X; tardive Dyskinesie; Thrombosen; Tumor; Xeroderma; Wunden.


Dosierung : 
250 mg Öl bis zu 3 ×/Tag; 
6–8 g /Tag, 1/2 Dosis bei Anwendung in Altenpflege; 
2–4 g bei Kindern oder 4–8 g /Tag bei untypischen Ekzemen u. Neurodermitis; 

In der Homöopathie: bis dil. D 1.


Gegenindikation, Nebenwirkungen und Seiteneffekte  : 
Kann u.U. Migräneähnliche Kopfschmerzen verursachen. Als eine Quelle von Tryptophan, das in zerebral wirksames Serotonin umgewandelt werden kann, 
kann es zu Kolik, Kopfschmerzen und Übelkeit kommen. 
Kann zu leichten Verdauungsstörungen und/oder erhöhtem Risiko von Epilepsie führen. 
Eine der besseren Quellen von Gamma-Linolensäure, oft als GLA bekannt.

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Speisewert:

Essbar, Nahrung

2 Bild(er) für diese Pflanze

Oenothera biennis


© Frank Lohrmann

Oenothera biennis


© Frank Lohrmann

Abmessungen:

Pflanze Höhe : 50.00 ... 120.00 cm x

Frucht Größe:



Samen Größe:

Wuchsform

Gehölze, Bäume excl. Halbsträucher
Krautige Pflanzen, Halbsträucher
Kletterpflanzen, Lianen

Blütezeit

Blütezeit Juni - 06
Blütezeit Juli - 07
Blütezeit August - 08

Pflanze Jährigkeit

Mehrjährig

Haare

Haare drüsig, warzig

Blätter

Blätter gegenständig oder wirtelig (quirlig)
Blätter wechselständig (exkl. Zweizeilig bei Einkeimblättriten)
Blätter einfach, ungeteilt
Geadert, gefiedert oder kaum sichtbar in Blätter oder Teile geteilt
Blattränder ohne Lappen, Zähne, Teile
Bltter oder Blatteile gezahnt, gesägt, gekerbt, usw.
Nebenblätter fehlen
Nebenblätter vorhanden (auch, wenn nur noch Narben zu sehen sind)

Blütenstand

Blüte einzeln
Blütenstand eine Rispe, einfach und monopodial
Blütenstand eine Spitze, einfach und monopodial
Blütenstand verbunden, sympodial oder monopodial (Rispe, Thyrsos etc.)

Blüten

bisexuell
unisexual
actinomorph bzw. Sternförmig, Radialsymetrisch, Radförmig usw.
zygomorph, dorsiventral oder monosymmetrisch oder unregelmässig
Blütenboden vergrössert, vereint mit Fruchtknoten, diesen ganz oder teilweise bedeckend
Blütenboden vergrössert, ganz oder teilweise frei vom Fruchtknoten
Staubgefässe vorhanden (Ringförmig oder Drüsen)
Keine Staubgefässe
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 2
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 3
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 4
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 5
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 6
Blütenhülle (Perianth) Segmente:> 6
Blütenhülle besteht aus ähnlichen Segmenten
Blütenhülle von Kelch und Krone
Kelchblätter 2
Kelchblätter 3
Kelchblätter 4
Kelchblätter 5
Kelchblätter mehr als 5
Kelchblätter untereinander frei
Kelchblätter röhrig oder zusammengelegt
Blütenblätter 0 (inkl. Einem becherartigen Blütenkrone ohne Blätter)
Blütenblätter 2
Blütenblätter 3
Blütenblätter 4
Blütenblätter 5
Blütenblätter 6
Blütenblätter alle frei voneinander
Blütenblätter schuppig
Blütenblätter verzerrten
Staubbeutel 1, fruchtbar
Staubbeutel 2, fruchtbar
Staubbeutel 3, fruchtbar
Staubbeutel 4, fruchtbar
Staubbeutel 5, fruchtbar
Staubbeutel 6, fruchtbar
Staubbeutel 8, fruchtbar
Staubbeutel 10, fruchtbar
Anzahl Staubblätter = Anzahl Blütenblätter oder verschieden von Kelchblätter
Blüte obidiplostemonous, doppelt so viel Staubblätter als Blütenblätter
Staubbäutel dorsal oder herzförmig fixiert
Staubbäutel an der Basis fixiert
Staubbäutel nach Innen gerichtet
Staubbäutel länsschlitzig öffnend
Staubblätter frei von Krone
Staubfäden nicht verwachsen
Sterile Staubblätter vorhanden (nur bei männlichen oder pferfekten Blüten)
Stiel 1, oder: Stiele mehr oder weniger verwachsen (Fruchtblätter frei oder verwachsen)
Fruchtblätter 4 (frei oder vereinigt)
Fruchknoten 1-kammerig
Fruchknoten 2-kammerig
Fruchknoten 3-kammerig
Fruchknoten 4-kammerig
Fruchknoten 5-kammerig
Fruchknoten mehr als 5-kammerig
1 Samen pro Fruchtkammer
2 Samen pro Fruchtkammer
Mehr als 2 Samen pro Fruchtkammer
Samenanlagen zentral, Fruchtblätter verwachsen
Samenanlagen mittig befestigt, oder bauchseits, wenn Fruchtblätter frei oder 1 Fruchtblatt

Früchte

Frucht ist eine Kapsel (inkl. Hülse, Schote, Balgen)
Frucht ist eine Nuss (inkl. Schließfrucht, Spaltfrucht usw.)
Frucht ist fleischig (Beeren, Steinfrüchte, Kernobst)
Frucht hat 1 Samen
Frucht hat 2 Samen
Frucht hat mehr als 2 Samen
Frucht mit Flügeln
Samen mit Flügeln
Samen mit Haaren
Keim gerade
Samen ohne Nährgewebe

Verbreitung

Asien
Europa
Nordamerika