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Echtes Johanniskraut-Hypericum perforatum Previous | Next >

Echtes Johanniskraut - Hypericum perforatum L.



Englisch: goatweed, Klamath weed, St. John’s wort, hardhay
Portugiesisch: erva-de-são-joão, hiperição, hipérico, milfurada
Spanisch: corazoncillo, cori, hierba de San Juan, hipérico, hipericón
Französisch: Mille-pertuis, herbe aux piqüres, herbe ä mille trous, herbe de Saint Jean, chasse-diable Echtes Johanniskraut-Hypericum perforatum

Synonyme dt.:

Gemeines Hartheu
Gemeines Johanniskraut
Echt-Johanniskraut
Gewöhnliches Johanniskraut
Hexenkraut
Konradskraut
Hexenkraut
Jageteufel
Herrgottsblut
Johannisblut
Jagdenteufel
Johannisblut
Mannskraft
St. Johanniskraut
Gemeiner Isop
Gemeiner Ysop
Johanneskraut, Tüpfel-Hartheu
Tüpfelhartheu
Tüpfel-Johanniskraut
Durchstochenblätteriges Hartheu

Durchlölchertes Johanniskraut


Blatt: Die gegenständigen Blätter sind elliptisch-eiförmig, länglich oder lineal, ungestielt, ganzrandig, kahl, durchscheinend punktiert und meist nur am Rande mit schwarzen Drüsen besetzt.

Stengel bzw. Stamm: ausdauernde Pflanze mit langlebiger, spindelförmiger, reichästiger Wurzel und ästigem Erdstock erreicht eine Höhe von 20—100 cm. Der Stengel ist aufrecht, im oberen Teil ästig und stielrund mit zwei Längskanten, kahl, bereift und gegen die Spitze zu mit Drüsen besetzt.

Blüte: Die gelben Blüten stehen an der Spitze der oberen Äste und bilden einen ausgebreiteten ebensträußigen, trugdoldigen Blütenstand. Die Kelchblätter sind eilanzettlich bis lanzettlich, fein zugespitzt und mehr oder weniger reichlich mit hellen und schwarzen, punkt- bis strichförmigen Drüsen besetzt. Die schief-elliptischen Kronenblätter sind goldgelb mit schwarzen Punkten und helleren oder dunkleren Strichen auf der Fläche, Die zahlreichen (50—100) Staubgefäße stehen in drei Bündeln. Fruchtknoten breit- bis schmal-eiförmig mit drei langen Griffeln. Blütezeit Ende Juni bis Herbst.

Vorkommen: verbreitet und häufig im ganzen Gebiete auf meist ziemlich trockenen Kalk- oder Urgesteinsböden, auf trockenen, sonnigen Grasplätzen, auf Hügeln und Bergen, auf Mauern und an Wegen.

Weitere Informationen, Nutzen: (Wichtiger Hinweis!)


Genussmittel, Nahrungsmittel
Blätter: Tee, Likör, Würze/Gewürz zu Fisch, Kräuteröl, Sirup
Blüten: essbare Dkoration

Beim Zerquetschen der Blüten tritt ein blutroter Saft aus, der die Finger blauviolett färbt, was zu vielen Sagen und mystischen Anwendungen Anlaß gegeben hat.

Blüten und Kraut – Hyperici herba - sind offizinell. Sie werden innerlich zur Nervenstärkung und zur Dämpfung von Depressionen verwendet. Ölige Auszüge werden auch äußerlich zur Wundheilung, bei Verbrennungen und Muskelschmerzen verwendet.


Medizinisch:
Hauptsächliche Anwendung: 
Innerlich: Depressive Verstimmungen, Psychovegetative Störungen, Angst und/oder nervöse Unruhe
äußerlich: Ölige Hypericumzubereitungen bei Traumen und Hautläsionen

Aktivität : Schmerzlindernd; AntiKrebs; Antibakteriell; Antidepressant; Gegenmittel bei Vergiftungen; Brechreizhemmend; Antiherpetisch; Entzündungshemmend; Nervenschmwerz verringernd; Antiretroviral; Antiseptisch; Krampflindernd; Geschwürvorbeugendogenic; Antiviral; Angstlösend; Aperitif; Zusammenziehend; COMT Inhibitor; Galle treibend; Verdauungsfördernd; Entwässernd; Bandwürmer; Dopaminerge; Menstrautionsfördernd; Schleimlösend, Hustenlöser; GABA-Reuptake Inhibitor; Blutung stillend; Blutdruck senkend; Immunstimulans; MAO-Hemmer; Melatoninergic; Nervenstärkend; Psychotropisch; Resolvent; Beruhigend; Serotoninergen; SSRI; Anregend bzw. Wachmacher; Kräftigend, Stärkend; Beruhigungsmittel; Gebärmutterkräftigend, Stärkend; Blutgefäßverengend; Wurmmittel; Bandwürmer; Wundheilend. 

Indikation  : Lymphdrüsenerkrankungen; Alkoholismus; Haarausfall; Appetitlosigkeit u. Magersucht; Anurie; Angst u. Beklemmung; Schlaganfall; Asthma; Bakterien; Bisse; Blasensteine; Blutungen; Bronchitis; Prellungen u. Blutergüsse; Ballenzeh; Calcification; Krebs; Brustkrebs; Lymphdrüsenkrebs; Eierstockkrebs; Magenkrebs; Gebärmutterkrebs; Herzkrankheiten; Katarrh; Gehirnentzündung; Windpocken; Entbindung; Gallenblasenentzündung; Wechseljahre; Erkältungen; Verkühlungen Schmerzen; Concussion; Blutandrang; Morbus Crohn; Husten; Coxalgia; Krämpfe; Schnittwunden; Cyanosis; Harnblasenentzündungen; Cytomegalovirus; Depression; Dermatosen; Durchfall; Zwölffingerdarmentzündung; Ruhr; Menstruationsbeschwerden; Verdauungsstörungen; Harnstrenge; Ekzeme u. Neurodermitis; Endometriosis; Darmentzündungen; Einnässen; Epilepsie; Nasenbluten; Fieber; Fibrososis; Grippe; Blähungen; Gastroduodenitis; Magenerkrankungen; Gicht; Kopfschmerzen; Blut im Urin; Bluthusten u. Blutsturz; Hemorrhagia; Hämorriden; Hepatose; Herpes; Bluthochdruck; HIV; Hydrophobie; Hysterie; Immunodepression; Impotenz; Gewebeverhärtung; Infektion; Entzündung; Schlafstörungen; Gelbsucht; Hexenschuss; Lymphosis; Wahn; Brustknoten; Melancholie; Menopause; Verstärkte Regelblutungen; Migräne; Muskelschmerzen; Neck; Psychosen; Nervenprobleme; Nervosität und Unruhe; Nervenschmerzen; Nervenschwäche; Neurofibromatosis; Neurosen; Noctambulism; Oligurie; Hörprobleme; Oxyurid; Dolor; Lähmungen; Parasiten; Keuchhusten; Lungentuberkulose; Venenentzündungen; Tollwut; Strahlung; Rheumatismus; SAD; Ischias; Gürtelrose; Schlangenbisse; Schmerzen; Halsschmerzen; Spine; Verstauchungen; Staphylococcus; Sterility; Anregend bzw. Wachmacher; Zerrungen; Streptococcus; Stress; Sonnenbrand; Geschwülste; Tetanus; Mandelentzündung; Tuberkulose; Magengeschwüre und Darmgeschwüre; Ulcus cruris; Gebärmutterentzündung; Virale Hepatitis; Virus; Vitiligo; Wassereinlagerungen; Bandwürmer; Würmer; Bandwürmer; Wunden; Mundfäule. 

Dosierung : 
2–4 g trockenes Kraut (0,2–1 mg hypericin)/täglich; 
2–5 g trockenes Kraut/Tag; 
2–4 ml flüssiger Krautextrakt; 
2–4 g trockene Triebe, oder in Tee, 3 ×/Tag; 
1–2 Teelöffel (2–4 g Blüten)/Tasse Wasser 1–2 ×/Tag für 4–6 Wochen; 
2–4 ml flüssiger Blütenextrakt 1:1 in  25% Alkohol 3 ×/Tag; 
2–4 ml Blütentinktur 1:10 in 45% Alkohol 3 ×/Tag; 
1–2 ml Blütentinktur 3 ×/Tag; 
Wirkung tritt erst oft nach 2–3 Wochen ein. Auf eine ausreichende
Tagesdosis ist zu achten: bei leichten depressiven Verstimmungen
300–900 mg Extrakt, bei mittelschweren depressiven Episoden mindestens
900 mg Extrakt pro Tag.

In der Homöopathie; bis dil. D 1.

Gegenindikation, Nebenwirkungen und Seiteneffekte  : 
Kann Wirkung von MAO-Hemmer potenzieren. 
Aktive Inhaltsstoffe können photoaktiv, besonders bei hellhäutigen Personen, sein. 
Obwohl Johanniskraut nicht so stark wirkt, wie synthetische MAO-Hemmer sollte man bei Einnahme folgende Produkte vermeiden:
Hoch Tyramin-haltige Lebensmittel, wie gebeizte oder geräucherte Produkte, alkoholische Getränke, Amphetamine, Erkältungsmittel und Mittel gegen Heuschnupfen, Betäubungsmittel, Tryptophan und Tyrosin. 
Nicht während Schwangerschaft, Stillzeit oder intensiver Sonneneinstrahlung.
Johanniskraut sollte nicht mit synthetischen Antidepressiva gemischt werden.
Wie synthetische Antidepressiva, kann es Hypomanie bei manischen Patienten induzieren. 
Johanniskraut kann wahrscheinlich die Fruchtbarkeit stören. 
Johanniskraut sollte nicht am Abend angewendet werden.

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Speisewert:

Medizinisch

9 Bild(er) für diese Pflanze

Hypericum perforatum


© Matt Lavin @ flickr.com

Hypericum perforatum


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Hypericum perforatum


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Hypericum perforatum


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Hypericum perforatum


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Hypericum perforatum


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Hypericum perforatum


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Hypericum perforatum


© Kari Pihlaviita @ Helsinki

Abmessungen:

Pflanze Höhe : 30.00 ... 60.00 cm x

Frucht Größe:



Samen Größe:

Wuchsform

Gehölze, Bäume excl. Halbsträucher
Kletterpflanzen, Lianen
Milchsaft vorhanden
Stacheln an Stamm oder Blatt

Blütezeit

Blütezeit Juni - 06

Pflanze Jährigkeit

Mehrjährig

Haare

Haare Sternzellig, auch 2-armig, verzweigt oder federig
Haare verzweigt

Blätter

Blätter gegenständig oder wirtelig (quirlig)
Blätter einfach, ungeteilt
Geadert, gefiedert oder kaum sichtbar in Blätter oder Teile geteilt
Blattränder ohne Lappen, Zähne, Teile
Epidermid des Blattes papillös (nur Zweikeimblättrige)
Blätter mit durchsichtigen oder drüsigen Punkten oder Linien
Nebenblätter fehlen

Blütenstand

Blüte einzeln
Blütenstand eine Rispe, einfach und monopodial
Blütenstand ein Büschel, einfach und monopodial
Blütenstand einfach und sympodial (Zyme, Wickel, Verzweigt)
Blütenstand verbunden, sympodial oder monopodial (Rispe, Thyrsos etc.)

Blüten

bisexuell
unisexual
actinomorph bzw. Sternförmig, Radialsymetrisch, Radförmig usw.
Blütenboden klein, (oberständiger Fruchtknoten)
Blütenboden vergrössert, konisch oder kalbkugelförmig (oberständiger Fruchtknoten)
Staubgefässe vorhanden (Ringförmig oder Drüsen)
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 4
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 5
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 6
Blütenhülle (Perianth) Segmente:> 6
Blütenhülle besteht aus ähnlichen Segmenten
Blütenhülle von Kelch und Krone
Kelchblätter 2
Kelchblätter 3
Kelchblätter 4
Kelchblätter 5
Kelchblätter mehr als 5
Kelchblätter untereinander frei
Kelchblätter schuppig oder verzerrt
Kelchblätter röhrig oder zusammengelegt
Blütenblätter 2
Blütenblätter 3
Blütenblätter 4
Blütenblätter 5
Blütenblätter 6
Blütenblätter 8
Blütenblätter 10
Blütenblätter alle frei voneinander
Blütenblätter schuppig
Blütenblätter verzerrten
Blütenblätter hüllig oder becherig
Staubbeutel 4, fruchtbar
Staubbeutel 5, fruchtbar
Staubbeutel 6, fruchtbar
Staubbeutel 8, fruchtbar
Staubbeutel 10, fruchtbar
Staubbeutel mehr als 10, fruchtbar
Staubbäutel dorsal oder herzförmig fixiert
Staubbäutel an der Basis fixiert
Staubbäutel nach Innen gerichtet
Staubbäutel nach Aussen gerichtet
Staubbäutel länsschlitzig öffnend
Staubblätter frei von Krone
Staubfäden nicht verwachsen
Staubfäden verwachsen - EIn Rohr oder ein Bündel
Staubfäden verwachsen - in getrennten Bündeln
Stiele fehlend, Narben direkt aufsitzend
Mehr als 1 Stiel, frei (Fruchtblätter verwachsen)
Stiel 1, oder: Stiele mehr oder weniger verwachsen (Fruchtblätter frei oder verwachsen)
Fruchtblatt 1
Fruchtblätter 2 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 3 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 4 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 5 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter mehr als 5 (frei oder vereinigt)
Fruchknoten 1-kammerig
Fruchknoten 2-kammerig
Fruchknoten 3-kammerig
Fruchknoten 4-kammerig
Fruchknoten 5-kammerig
Fruchknoten mehr als 5-kammerig
1 Samen pro Fruchtkammer
2 Samen pro Fruchtkammer
Mehr als 2 Samen pro Fruchtkammer
Fruchtblätter frei von einander oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen seitlich, Fruchtblätter verwachsen
Samenanlagen zentral, Fruchtblätter verwachsen
Samenanlagen mittig befestigt, oder bauchseits, wenn Fruchtblätter frei oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen an der Basis des Fruchtknotens befestigt

Früchte

Frucht ist eine Kapsel (inkl. Hülse, Schote, Balgen)
Frucht ist fleischig (Beeren, Steinfrüchte, Kernobst)
Frucht hat 1 Samen
Frucht hat 2 Samen
Frucht hat mehr als 2 Samen
Samen mit Flügeln
Samenmantel oder mantelähnliche Organe vorhanden
Keim gerade
Keim gekrümmt
Samen ohne Nährgewebe

Verbreitung

Afrika
Asien
Australien und Ozeanien
Europa
Nordamerika
Südamerika