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Gewöhnliche Berberitze-Berberis vulgaris Previous | Next >

Gewöhnliche Berberitze - Berberis vulgaris L.



Englisch: barberry, common barberry, European barberry, pipperidge-tree, sourberry
Portugiesisch: uva-espim
Spanisch: agracejo
Französisch: Vinettier, epine-vinette Gewöhnliche Berberitze-Berberis vulgaris

Synonyme dt.:
Berberitze
Essigdorn
Reifbeere
Sauerdorn
Spitzbeere
Gemeine Berberitze
Gemeiner Sauerdorn
Gemeine Berberitze
Gemeiner Sauerdorn
Gemeiner Dreidorn


Blatt: Die ersten Blätter verkümmern meist in drei- bis fünfteilige Dorne, aus deren Achseln Zweige mit büscheligen, wimperartigsägezähnigen Blättern hervortreten.

Stengel bzw. Stamm: 2 bis 4 Meter hoher Strauch mit dünnen, bogig hängenden Asten.

Blüte: Kelch und Blumenkrone sind gelb; Blütezeit Mai, Juni. Die Blüte riecht stark und unangenehm. Die Staubfäden frisch aufgeblüter Blüten bewegen sich, wenn sie an ihrem Grunde berührt werden, zum Stempel hin.

Frucht bzw. Samen: Die Beeren sind walzenförmig, scharlachrot und geniessbar.

Vorkommen: scheint aus dem Arabischen zu stammen, Zerstreut in Gebüschen und Hecken ; in den Alpen, namentlich Kalk und Grauwacke, oft sehr häufig.


Hinweise, Infos, Verwechslungsmöglichkeiten:
Die Berberitze ist Zwischenpilz des Getreide schädigenden Pilzes Getreiderostpilz, weshalb die Berberitze in vielen Getreideanbaugebieten ausgerottet wurde.

Weitere Informationen, Nutzen: (Wichtiger Hinweis!)


Wurzel und Rinde des Strauches dienen zum Gelbfärben; aus dem Saft der
Aus Beeren machte man früher die sogenannten roten Kraftkügelchen, die Rotulae Berberum. Heute läßt man die Früchte erfrieren und nach dem Auftauen läßt sich ein erfrischender, saurer Saft auspressen, der an Stelle von Zitronensaft oder Apfelsaft getrunken werden kann. Dieser Saft wirkt ebenso wie der Weinauszug aus den Beeren schwach abführend. Ein Auszug der Rinde dient auch als Gurgelmittel bei Zahnfleischentzündungen.

Genussmittel, Nahrungsmittel
Früchte: Trockenobst, zu Gelee, in Kompott, ungesüßter Mus als Würze, Fruchtmarmelade, getrocknet als Tee, in Saucen, Kräuterlimonade, zu Suppe, Kräuterlikör, Fruchtessig
Blätter: kleine Menge zu Salat, Suppen, getrocknet als Tee, gemischt zu Tabakersatz
Blätter können aber auch Übelkeit auslösen.

Enthält in den Wurzeln Farbstoff Berberin, wird zur Färbung von Leder und Textilien genutzt. Ergibt gelben Farbton.
Ist Wirt des Becherrostes, dessen Sporen im Getreide zum Getreiderost werden. 
Die Wurzelrinde und die Blüten enthalten ein giftiges Alkaloid; die Beeren sind essbar  und werden mitunter eingemacht.

Reifezeit ist September/Oktober. Aus den Beeren wird Marmelade, Teemischungen, Schnaps und Süßigkeiten gewonnen.

Volksmedizin:
Wurde im Mittelalter sehr häufig innerlich und äußerlich als Arzneimittel gegen Gelbsucht gegen Gelbsucht benutzt. 




Medizinisch:

Enthält Berberin, das gegen Leishmaniose, einer Krankheit, die von Sandmücken übertragen wird, verwendet wird.

Aktivität : Stimmungsverändernd; Amöbenzerstörend; Antiacetylcholinesterase; Anti-Alzheimer; Gedächtnisstärkend; Gegen Herzrhytmusstörungen; Arthritis; Antibakteriell; AntiKrebs; Anti-Karies; Anticholinesterase; Krampflösend; brechreizhemmend; 
Antihelicobacter; Blutstillend; Entzündungshemmend; Juckreiz dämpfend; Antimitotikum; Anti-Krebsentartend; Anti-Peristaltisch; Fiebersenkend; Mundfäule; Anti-Skorbutmittel; Antiseptisch; Mundfäule; Krampflösend; Anti-Trypanosomiasis; Antituberkulös; Geschwürvorbeugend; Aperitif; Zusammenziehend; 
Bitterstoff; Galle treibend; Choleretikum; Augenmittel; Reinigend; Schweißtreibend; Entwässernd; Schleimlösend, Hustenlöser; Fungizid; 
Blut bildend; Verdauungsbeschwerden mildernd; Blutdruck senkend; Mundfäule; Immunstimulans; abführend; Leukozyten erhöhend; Pupillenerweiternd; Negative Inotropie; Parasiten abtötend; Darmaktivierend; Herzmuskelstärkend; Beruhigend; Kräftigend, Stärkend; Beruhigungsmittel; Gebärmutterkräftigend, Stärkend; Blutgefäßverengend.

Indikation  : Alzheimer; Amöben; Gechächtnisverlust od. Gechächtnisschwund; Appetitlosigkeit u. Magersucht; Aphten; Herzrhytmusstörungen; Arthrose; Rückenschmerzen; Bakterien; Gallenprobleme; Blasen Steine; 
Blutungen; Bronchitis; Steine; Krebs; Darmkrebs; Leberkrebs; Mundkrebs; Halskrebs; Magenkrebs; Herzkrankheiten; Karies; Katarrh; Bleichsucht; Gallenblasenentzündung; Cholera; Erkältungen; Kolik; Blutandrang; Entzündungen; Verstopfung; Zuckungen; Husten; Krämpfe; Harnblasenentzündungen; Debilität; Dermatosen; 
Diabetes; Durchfall; Mundfäule; Ruhr; Menstruationsbeschwerden; Verdauungsstörungen; Harnstrenge; Darmentzündungen; Augenprobleme; Fieber; Mundfäule; Fistula; Grippe; Durchfall; Pilze; Gall Blasen; Gallensteine; Magenerkrankungen; Giardia; Zahnfleischentzündungen; Gicht; Grieß in Blase oder Niere; Mundgeruch; Kopfschmerzen; Herzentzündungen; Helicobacter; Hämorriden; Hepatose; Herpes; Bluthochdruck; Mundfäule; Hypertyraminemia; Immunodepression; 
Gewebeverhärtung; Infektion; Mundfäule; Entzündung; Schlafstörungen; Irritation; Ekzeme Krätze und Juckreiz; Gelbsucht; Nierensteine; Knieschmerzen; Ausbleibende Regelblutung; Leishmaniasis; Aussatz; Leukozyten erhöhend; Ausfluss; Hexenschuss; 
Malaria; Metrorrhagie; Morphinismus; Schleimhautentzündungen; Pilzinfektionen; Übelkeit u. Brechreiz; Negative Inotropie; Psychosen; Nervosität und Unruhe; Nervenschmerzen; Neurosen; Diabetes mellitus; Odontosis; Augenentzündungen; Entzugserscheinungen; Hyperoxalurie; Parasiten; Lungentuberkulose; 
Plague; Polypen; Herzmuskelstärkend; Protozoa; Venenentzündungen; Pyelosis; Nierenkolik; Retinosis; Rheumatismus; Flechten; Kreuzbeinschmerzen; Salmonellen;
Halsdrüsengeschwulst; Halsschmerzen; Splenose;  Staphylococcus; Mundfäule; Streptococcus; Grind u. Schorf; Ischias; Halsdrüsengeschwulst; Seitenstechen; Schmerzen; Halsschmerzen; Splenose; Samenleiterprobleme; Trübsinn; 
Bauchschmerzen oder Leibschmerzen; Mundfäule; Steine; Stress; Trachoma; Trichomoniasis; Tuberkulose; Mundfäule; Tumor; Typhus; Magengeschwüre und Darmgeschwüre; Harnröhrenentzündung; Gebärmutterentzündung; Vaginismus; Vaginose; Erbrechen; Wassereinlagerungen; Würmer; Wunden; Hefeinfektionen. 

In der Homöopathie werden u. a. gichtisch-rheumatische Leiden, Gallen- und Nierensteine und chronische Verdauungsstörungen als Indikationen genannt.

Dosierung : 
2–4 g Tinktur; 
1,5–3 Teelöffel Tinktur 3 ×/Tag; 
2–3 g flüssiger Extrakt; 
20–40 Tropfen 1:10 Rindentinktur; 
2–4 ml flüssiger Rindenextrakt; 
1–2 Teelöffel frische Rinde/Tag;
2 g Rinde/250 ml Wasser; 
1,5–3 g trockene Rinde/Tag; 
0,5–1 g gemahlene Rinde; 
2 g Wurzelrinde als heißer Tee;
0,5 Teelöffel gemahlene Wurzelrinde/Tasse/1 ×/Tag; 
2 g trockene Wurzel:10 ml Alkohol:10 ml Wasser; 
5 g Beeren in kaltem Tee; 
1–2 Teelöffel Frucht/150 ml Wasser. 

In der Homöopathie: dil. D 2, dreimal täglich 10 Tropfen.

Gegenindikation, Nebenwirkungen und Seiteneffekte Barberry) : 

Möglicherweise hepatotoxisch. 
Für die Früchte sind keine Risiken bekannt. Pflanzenteile können das Alkaloid Berberin enthalten. 
Hohe Dosen Berberin können schwerwiegende Dyspnoe und Krämpfe, auch mit tödlichem Ausgang durch Lähmung der Atemwege erzeugen.
Während der Schwangerschaft sollte es gemieden werden, auf Grund der Möglichkeit des Auslösens von Wehen.
Sollten nicht über längere Zeit eingenommen werden.

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Speisewert:

Essbar, Nahrung

2 Bild(er) für diese Pflanze

Berberis vulgaris


© Gernot Hochmueller @ Vienna

Berberis vulgaris


© Gernot Hochmueller @ Vienna

Abmessungen:

Pflanze Höhe : 150.00 ... 450.00 cm x

Frucht Größe:



Samen Größe:

Wuchsform

Gehölze, Bäume excl. Halbsträucher
Krautige Pflanzen, Halbsträucher
Stacheln an Stamm oder Blatt

Blütezeit

Blütezeit Mai - 05
Blütezeit Juni - 06

Pflanze Jährigkeit

Mehrjährig

Haare

Blätter

Blätter wechselständig (exkl. Zweizeilig bei Einkeimblättriten)
Blätter einfach, ungeteilt
Blätter mehrteilig, verzweigt, kompliziert
Blätter gefiedert (4 oder mehr Blätter)
Geadert, gefiedert oder kaum sichtbar in Blätter oder Teile geteilt
Blattränder ohne Lappen, Zähne, Teile
Bltter oder Blatteile gezahnt, gesägt, gekerbt, usw.
Epidermid des Blattes papillös (nur Zweikeimblättrige)
Nebenblätter fehlen

Blütenstand

Blüte einzeln
Blütenstand eine Rispe, einfach und monopodial
Blütenstand ein Büschel, einfach und monopodial
Blütenstand verbunden, sympodial oder monopodial (Rispe, Thyrsos etc.)

Blüten

bisexuell
actinomorph bzw. Sternförmig, Radialsymetrisch, Radförmig usw.
Blütenboden klein, (oberständiger Fruchtknoten)
Keine Staubgefässe
Blütenhülle (Perianth) Segmente:> 6
Blütenhülle von Kelch und Krone
Kelchblätter 3
Kelchblätter mehr als 5
Kelchblätter untereinander frei
Kelchblätter schuppig oder verzerrt
Blütenblätter 6
Blütenblätter 9
Blütenblätter alle frei voneinander
Blütenblätter schuppig
Staubbeutel 6, fruchtbar
Anzahl Staubblätter = Anzahl Blütenblätter oder verschieden von Kelchblätter
Staubbäutel an der Basis fixiert
Staubbäutel nach Innen gerichtet
Staubbäutel röhrig öffnend
Staubblätter frei von Krone
Staubfäden nicht verwachsen
Stiele fehlend, Narben direkt aufsitzend
Stiel 1, oder: Stiele mehr oder weniger verwachsen (Fruchtblätter frei oder verwachsen)
Fruchtblatt 1
Fruchknoten 1-kammerig
2 Samen pro Fruchtkammer
Mehr als 2 Samen pro Fruchtkammer
Fruchtblätter frei von einander oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen an der Basis des Fruchtknotens befestigt

Früchte

Frucht ist fleischig (Beeren, Steinfrüchte, Kernobst)
Frucht hat 1 Samen
Frucht hat 2 Samen
Frucht hat mehr als 2 Samen
Keim gerade
Samen mit Nährgewebe

Verbreitung

Afrika
Asien
Europa
Nordamerika
Südamerika