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Spitzlappiger Frauenmantel-Alchemilla vulgaris Previous | Next >

Spitzlappiger Frauenmantel - Alchemilla vulgaris L.


Englisch : Lady’s Mantle
Französisch: Manteau de Notre-Dame, pied de Lion
Italienisch: Alchemilla, Erba ventaglina, erba stella Spitzlappiger Frauenmantel-Alchemilla vulgaris

Synonyme dt.:
Frauenmantel
Gemeiner Sinau
Gewöhnlicher Frauenmantel
Gemeiner Frauenmantel

Löwenklau
Mantelkraut
Milchkraut
Parisol
Sonnenblätter
Thumantel

Synonyme lat.:
Alchemilla vulgaris var. acutangula (Buser) Asch. & Graebn.


Blatt: Blätter fünf- bis neunlappig oder ebensoviel-teilig. Meist vier-, selten zwei-männig. Blätter nicht bis zum Grunde geteilt. Blätter etwa bis zum dritten Teil fünf- bis neunspaltig, im Umrisse nierenförmig oder rundlich, mit halbkreisrunden, eiförmigen oder länglichen, gesägten Lappen.

Stengel bzw. Stamm: 30 cm hohe Halbrosettenstaude mit kahlen bis dicht zottig behaarten Sprossen

Blüte: Blüten grünlichgelb; meist getrennten Geschlechtes; zwitterige Pflanzen fehlen streckenweise gänzlich. Blütezeit Mai bis Herbst. Erstweiblich.

Vorkommen: vermehrt sich nur ungeschlechtlich, da ihre Blüten unfruchtbar sind. Verfettet auf gedüngten Wiesen sehr schnell. In Wäldern, auf Wiesen; meist gemein, auf frischem humösen und dungkräftigen Boden

Weitere Informationen, Nutzen: (Wichtiger Hinweis!)


Die Pflanze ist ein Lieblingsfutter der Pferde.

Der Frauenmantel war schon bei den Germanen sehr geschätzt, die die Pflanze
der Frigga, der Göttin der Natur und ihrer Fruchtbarkeit, geheiligt hatten und
sie zur Zeit des abnehmenden Mondes zu gewissen Heilzwecken benutzten. In
Schweden ist sie seit alten Zeiten als Mittel gegen Ergotismus im Volke gebräuchlich.
Als mit der zunehmenden Christianisierung die Göttin Frigga durch
die Jungfrau Maria abgelöst wurde, wandelte sich auch der Frauenmantel als
Marienmantel in ein "Unser lieben Frawen" zugehöriges Marienblümchen um.

Der schweizer Kräuterpfarrer Künzle schreibt: "Das Frauenmänteli stärkt die Muskeln der
Frauen in geradezu auffallender Weise. Einer Frau im Glarnerland,
welche schon 10 Geburten durchgemacht hatte, wobei die letzten drei sie
zwischen Leben und Tod brachten, prophezeiten die Ärzte, die 11. Geburt
werde ihr den sicheren Tod bringen. Diese 11. Geburt kam wirklich,
brachte jedoch keineswegs den Tod, war auch keine Fehlgeburt, sondern
die leichteste und beste von allen elfen, und das Kind war das schönste
und stärkste von allen; wie war dies nun gekommen. Die gute Frau
hatte auf den Rat eines Kräutermannes vom dritten Monat an täglich eine
Tasse Frauenmänteli getrunken." Die russische Volksmedizin verwendet den Frauenmantel in gleicher Weise.

Genussmittel, Nahrungsmittel
Blätter: Salat, Suppen, Würze, als Tee, Gemüsefüllung, Gemüse, Auflauf, Trockengemüse

Das Kraut – Alchemillae herba - ist offizinell und wird bei Durchfallerkrankungen verwendet.

Volksmedizin:
Hildegard von Bingen empfahl ihn besonders gegen Kehlgeschwüre. Doch auch als
Adstringens, Emmenagogum, Diuretikum, zu Mundwässern, Bädern, Umschlägen
usw. ist er verwandt worden.
Die Esten schreiben dem Tau, der sich auf den Blättern der Pflanze sammelt,
eine heilende Wirkung bei Augenentzündungen zu, und in der Schweiz gilt das
Waschen mit den betauten Blättern als gutes Mittel zum Vertreiben der Sommersprossen.
Die Pflanze ist ein Lieblingsfutter der Pferde.

Medizinisch:

Studien weisen auf Wirksamkeit gegen Karzinome des weiblichen Genitalbereichs hin.

Aktivität : Gesundheit schützend; Entzündungshemmend; Antioxidant; Antitumor; Aperitif; Zusammenziehend; Chymotrypsin Inhibitor; Entwässernd; Elastase Inhibitor; Fungizid; Blutung stillend; Erbgutverändernd; Muskelrelaxans; Trypsin Inhibitor. 

Indikation  : Appetitlosigkeit u. Magersucht; Blutungen; Prellungen u. Blutergüsse; Krebs; Krämpfe; Dermatosen; Durchfall; Menstruationsbeschwerden; Ekzeme u. Neurodermitis; Darmentzündungen; Pilze; Magenerkrankungen; Hepatose; Infektion; Entzündung; Ausfluss Mundfäule; Menopause; Verstärkte Regelblutungen; Pilzinfektionen; Rachenentzündung; Hautausschlag; Schmerzen; Halsschmerzen; Mundfäule; Tumor; Vaginose; Vulvitis; Wassereinlagerungen.

Dosierung : 
1–2 Teelöffel (1–2 g) Kraut/Tasse Wasser; 
2–4 g/Kraut/Tasse Tee; 
5–10 g Kraut; 
2–4 ml flüssiger Kraut Extrakt. 

In der Homöopathie: bis dil. D 2, dreimal täglich 10 Tropfen.

Gegenindikation, Nebenwirkungen und Seiteneffekte  : 
Enthält Tannin.

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Speisewert:

Medizinisch

1 Bild(er) für diese Pflanze

Alchemilla vulgaris


© Anne Tanne @ Belgium

Abmessungen:

Pflanze Höhe : 15.00 ... 30.00 cm x

Frucht Größe:



Samen Größe:

Wuchsform

Gehölze, Bäume excl. Halbsträucher
Krautige Pflanzen, Halbsträucher
Kletterpflanzen, Lianen
Stacheln an Stamm oder Blatt

Blütezeit

Blütezeit Mai - 05
Blütezeit Juni - 06
Blütezeit Juli - 07
Blütezeit August - 08
Blütezeit September - 09
Blütezeit Oktober - 10

Pflanze Jährigkeit

Einjährig

Haare

Haare drüsig, warzig
Haare Sternzellig, auch 2-armig, verzweigt oder federig
Haare Sternzellig (nicht 2-armig, verzweigt oder federig)
Haare federig, aber nicht drüsig
Haare schildförmig oder schuppig

Blätter

Blätter gegenständig oder wirtelig (quirlig)
Blätter wechselständig (exkl. Zweizeilig bei Einkeimblättriten)
Blätter schildförmig
Blätter einfach, ungeteilt
Blätter mehrteilig, verzweigt, kompliziert
Blätter gefiedert (4 oder mehr Blätter)
Blätter 3-teilig
Blätter handförmig (4 oder mehr Teile)
Geadert, gefiedert oder kaum sichtbar in Blätter oder Teile geteilt
Aderung handförmig in Blätter oder Blatteile
Blattränder ohne Lappen, Zähne, Teile
Blätter oder Blatteile gelappt oder geteilt
Bltter oder Blatteile gezahnt, gesägt, gekerbt, usw.
Epidermid des Blattes papillös (nur Zweikeimblättrige)
Nebenblätter fehlen
Nebenblätter vorhanden (auch, wenn nur noch Narben zu sehen sind)

Blütenstand

Blüte einzeln
Blütenstand eine Rispe, einfach und monopodial
Blütenstand eine Spitze, einfach und monopodial
Blutenstand eine Doldentraube, einfach und monopodial
Blütenstand eine Dolde, einfach und monopodial
Blütenstand ein Büschel, einfach und monopodial
Blütenstand ein Kopf, einfach und monopodial
Blütenstand verbunden, sympodial oder monopodial (Rispe, Thyrsos etc.)

Blüten

bisexuell
unisexual
actinomorph bzw. Sternförmig, Radialsymetrisch, Radförmig usw.
zygomorph, dorsiventral oder monosymmetrisch oder unregelmässig
Blütenboden vergrössert, vereint mit Fruchtknoten, diesen ganz oder teilweise bedeckend
Blütenboden vergrössert, ganz oder teilweise frei vom Fruchtknoten
Blütenboden vergrössert, konisch oder kalbkugelförmig (oberständiger Fruchtknoten)
Staubgefässe vorhanden (Ringförmig oder Drüsen)
Keine Staubgefässe
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 3
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 4
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 5
Blütenhülle (Perianth) Segmente: 6
Blütenhülle (Perianth) Segmente:> 6
Blütenhülle besteht aus ähnlichen Segmenten
Blütenhülle von Kelch und Krone
Kelchblätter 3
Kelchblätter 4
Kelchblätter 5
Kelchblätter mehr als 5
Kelchblätter untereinander frei
Kelchblätter schuppig oder verzerrt
Blütenblätter 0 (inkl. Einem becherartigen Blütenkrone ohne Blätter)
Blütenblätter 3
Blütenblätter 4
Blütenblätter 5
Blütenblätter 6
Blütenblätter 7
Blütenblätter 8
Blütenblätter 9
Blütenblätter 10
Blütenblätter mehr als 10
Blütenblätter alle frei voneinander
Blütenblätter schuppig
Blütenblätter verzerrten
Staubbeutel 1, fruchtbar
Staubbeutel 2, fruchtbar
Staubbeutel 4, fruchtbar
Staubbeutel 5, fruchtbar
Staubbeutel 8, fruchtbar
Staubbeutel 10, fruchtbar
Staubbeutel mehr als 10, fruchtbar
Staubbäutel dorsal oder herzförmig fixiert
Staubbäutel an der Basis fixiert
Staubbäutel nach Innen gerichtet
Staubbäutel nach Aussen gerichtet
Staubbäutel länsschlitzig öffnend
Staubbäutel durch die Spitze öffnend
Staubblätter frei von Krone
Staubfäden nicht verwachsen
Staubfäden verwachsen - EIn Rohr oder ein Bündel
Sterile Staubblätter vorhanden (nur bei männlichen oder pferfekten Blüten)
Mehr als 1 Stiel, frei (Fruchtblätter verwachsen)
Stiel 1, oder: Stiele mehr oder weniger verwachsen (Fruchtblätter frei oder verwachsen)
Stempel gynobase entspringend
Fruchtblatt 1
Fruchtblätter 2 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 3 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 4 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter 5 (frei oder vereinigt)
Fruchtblätter mehr als 5 (frei oder vereinigt)
Fruchknoten 1-kammerig
Fruchknoten 2-kammerig
Fruchknoten 3-kammerig
Fruchknoten 4-kammerig
Fruchknoten 5-kammerig
1 Samen pro Fruchtkammer
2 Samen pro Fruchtkammer
Mehr als 2 Samen pro Fruchtkammer
Fruchtblätter frei von einander oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen zentral, Fruchtblätter verwachsen
Samenanlagen mittig befestigt, oder bauchseits, wenn Fruchtblätter frei oder 1 Fruchtblatt
Samenanlagen an der Spitze des Fruchtknotens befestigt
Samenanlagen an der Basis des Fruchtknotens befestigt

Früchte

Frucht ist eine Kapsel (inkl. Hülse, Schote, Balgen)
Frucht ist eine Nuss (inkl. Schließfrucht, Spaltfrucht usw.)
Frucht ist fleischig (Beeren, Steinfrüchte, Kernobst)
Frucht hat 1 Samen
Frucht hat 2 Samen
Frucht hat mehr als 2 Samen
Frucht mit Flügeln
Frucht mit Haaren zur Windverbreitung
Frucht mit rückgebogenen Stacheln, hakenförmige oder widerhakenförmige Haare
Frucht mit Stacheln und Haken
Samen mit Flügeln
Keim gerade
Samen ohne Nährgewebe
Samen mit Nährgewebe

Verbreitung

Afrika
Asien
Australien und Ozeanien
Europa
Nordamerika
Südamerika